Okt.
Bánh Xèo Rezept: Vietnamesische Pfannkuchen aus Zentralvietnam
Du möchtest Bánh Xèo selber machen? Mit diesem Rezept holst du dir ein Stück zentralvietnamesischer Küche nach Hause. Die kleinen, goldgelben Reispfannkuchen haben einen leicht knusprigen Rand und bleiben innen angenehm weich. Gefüllt mit Garnelen, Schweinefleisch und knackigen Mungobohnensprossen schmecken sie besonders gut mit frischen Kräutern, Salat und einem süßsauren Fischsaucen-Dip. Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie du Bánh Xèo aus Zentralvietnam zubereitest.

1. Herkunft und Esskultur
Bánh Xèo ist ein traditionelles Gericht, das eng mit der Alltagsküche Zentralvietnams verbunden ist. Anders als die großen Bánh Xèo aus dem Mekongdelta mit ihrem dünnen, knusprigen Rand und Kokosmilch im Teig ist die zentralvietnamesische Variante kleiner und passt in eine kleine Gusseisenpfanne. Außen ist sie goldgelb und leicht knusprig, innen bleibt der Teig weich und etwas elastisch.
Besonders beliebt ist das Gericht an regnerischen oder kühleren Tagen, wenn die ganze Familie gemeinsam am warmen Herd sitzt.
2. Geschmack
Kurkuma und Frühlingszwiebeln verleihen dem Reismehlteig seine charakteristische Farbe und sein würziges Aroma. Frische Garnelen und Schweinefleisch sorgen für eine herzhafte Füllung, während Mungobohnensprossen eine knackige Note hinzufügen.
Zum Essen werden die heißen Pfannkuchen mit frischem Salat und Kräutern eingerollt und in einen süßsauren Fischsaucen-Dip getaucht. So verbinden sich warme, herzhafte Aromen mit frischer Leichtigkeit.
3. Schwierigkeitsgrad
Schwierigkeitsgrad: Einfach
Die Zubereitung ist unkompliziert. Achte beim Ausbacken vor allem auf eine gleichmäßige Pfannentemperatur.
4. Zutaten
- Reismehl: 200 g oder eine Packung fertige Bánh-Xèo-Mehlmischung
- Kurkumapulver: 1 Löffel
- Schweinefleisch: 200 g, vorzugsweise Schweinebauch mit einem ausgewogenen Verhältnis von Fleisch und Fett
- Garnelen: 200 g, vorzugsweise kleine Garnelen
- Mungobohnensprossen: 100 g
- Bier: 100 ml
- Wasser: 250 ml bei Verwendung der fertigen Mehlmischung
- Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Chili, Schalotten und eine frische Zitrone
- Salat und Kräuter zum Servieren: Blattsalat, Koriander, Senfblätter, Thai-Basilikum, Fischminze und Gurke
- Zum Würzen und Braten: Speiseöl oder Erdnussöl, vietnamesische Satế-Chilipaste, Fischsauce, Salz, Zucker, gemahlener Pfeffer und Mononatriumglutamat
5. Zubereitung
Schritt 1: Den Bánh-Xèo-Teig vorbereiten
Traditionelle Zubereitung aus Reis:
Den Reis gründlich waschen und 3–4 Stunden in Wasser einweichen. Anschließend abgießen und mit frischem Wasser zu einem glatten, leicht dickflüssigen Teig pürieren. Der Teig sollte weder zu dick noch zu dünn sein.
Klein geschnittene Frühlingszwiebeln, ½ Löffel Salz, 1 Löffel Mononatriumglutamat und 1 Löffel Kurkumapulver hinzufügen. Alles gründlich verrühren, bis sich die Gewürze gleichmäßig verteilt haben und keine Klümpchen mehr vorhanden sind.
Zubereitung mit fertiger Bánh-Xèo-Mehlmischung:
Die Mehlmischung in eine große Schüssel geben. ½ Löffel Salz und 1 Löffel Kurkumapulver hinzufügen und vermischen.
Nach und nach 250 ml Wasser und 100 ml Bier einrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Klein geschnittene Frühlingszwiebeln unterrühren und den Teig vor dem Ausbacken etwa 30 Minuten ruhen lassen. Bei abweichender Packungsgröße die Flüssigkeitsmenge nach den Herstellerangaben anpassen.
Schritt 2: Die Zutaten vorbereiten
- Bei kleinen Garnelen die langen Fühler kürzen, die Garnelen säubern und gut abtropfen lassen. Bei größeren Garnelen Kopf und Schale entfernen, den Rücken einschneiden und den Darm herausnehmen.
- Das Schweinefleisch in dünne, mundgerechte Scheiben schneiden.
- Die Mungobohnensprossen waschen und gut abtropfen lassen.
- Schalotten, Knoblauch und Chili fein hacken.
- Salat und Kräuter verlesen, gründlich waschen und abtropfen lassen.
Schritt 3: Die Füllung marinieren
Das Schweinefleisch in eine Schüssel geben. Mit jeweils ½ Löffel Salz, Satế-Chilipaste, gemahlenem Pfeffer und Mononatriumglutamat sowie etwas klein geschnittenem weißem Teil der Frühlingszwiebeln vermischen.
Abgedeckt mindestens 30 Minuten im Kühlschrank marinieren lassen. Für einen intensiveren Geschmack kannst du das Fleisch auch 1–2 Stunden ziehen lassen.
Die Garnelen in einer separaten Schüssel mit jeweils ½ Löffel Salz, Satế-Chilipaste, Mononatriumglutamat und gemahlenem Pfeffer vermischen. Ebenfalls 30 Minuten im Kühlschrank marinieren lassen.
Schritt 4: Den Dip zubereiten
1 Löffel heißes Wasser mit 1 Löffel Zucker verrühren, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Etwas abkühlen lassen.
Anschließend 2 Löffel Fischsauce, 2 Löffel der gehackten Knoblauch-Chili-Mischung und ½ Löffel Zitronensaft hinzufügen. Gut verrühren und nach Geschmack abschmecken. Der Dip sollte süße, saure, salzige und scharfe Noten ausgewogen verbinden.
Schritt 5: Die Bánh Xèo ausbacken
Eine kleine beschichtete Pfanne oder Gusseisenpfanne bei mittlerer Hitze gleichmäßig vorheizen.
Etwa 1 Löffel Öl in der Pfanne verteilen. Sobald das Öl heiß ist, 2–3 Scheiben Schweinefleisch und 2–3 Garnelen hineingeben und kurz von beiden Seiten anbraten.
Eine kleine Kelle Teig hineingießen und durch Schwenken dünn und gleichmäßig in der Pfanne verteilen. Eine kleine Handvoll Mungobohnensprossen in die Mitte geben und die Pfanne mit einem Deckel abdecken.
Etwa 30 Sekunden zugedeckt braten. Anschließend den Deckel entfernen und offen weiterbraten, bis der Rand trocken und knusprig ist und die Füllung vollständig durchgegart ist. Die genaue Garzeit hängt von der Pfannentemperatur und der Dicke der Zutaten ab.
Den Pfannkuchen zusammenklappen und auf einen mit Küchenpapier oder einem Bananenblatt ausgelegten Teller legen. Mit den übrigen Zutaten ebenso verfahren.
Die Bánh Xèo möglichst heiß mit Salat, frischen Kräutern und dem Dip servieren.
6. Zutaten in Deutschland kaufen
- Reismehl oder fertige Bánh-Xèo-Mehlmischung: In asiatischen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Achte bei der fertigen Mischung auf die Bezeichnung „Bánh Xèo“.
- Kurkumapulver: Im Gewürzregal vieler Supermärkte sowie in asiatischen Lebensmittelgeschäften zu finden.
- Schweinebauch: An der Fleischtheke oder in einer Metzgerei erhältlich.
- Garnelen: Frisch oder tiefgekühlt in Supermärkten und asiatischen Lebensmittelgeschäften erhältlich.
- Mungobohnensprossen: In der Gemüseabteilung oder im Asia-Markt zu finden. Sie werden im Handel teilweise auch als „Sojasprossen“ bezeichnet.
- Vietnamesische Kräuter, Thai-Basilikum, Fischminze und junge Senfblätter: Am besten in asiatischen Lebensmittelgeschäften suchen.
- Satế-Chilipaste und Fischsauce: Ebenfalls in asiatischen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Für dieses Rezept ist vietnamesische Satế-Chilipaste gemeint.
7. Häufig gestellte Fragen
Warum wird dem Bánh-Xèo-Teig Bier hinzugefügt?
Bier kann dazu beitragen, dass der Teig beim Ausbacken lockerer und knuspriger wird. Für das Ergebnis sind außerdem die richtige Teigkonsistenz, eine ausreichend heiße Pfanne und eine dünne Teigschicht entscheidend.
Wie werden Bánh Xèo knusprig, ohne an der Pfanne zu kleben?
Heize die Pfanne gleichmäßig vor und verteile ausreichend Öl darin, bevor du den Teig hineingibst. Beim Eingießen sollte ein deutliches Zischen zu hören sein.
Nimm den Deckel nach der kurzen abgedeckten Garphase wieder ab, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Brate den Pfannkuchen anschließend offen weiter, bis sich der Rand löst und knusprig wird.
Was unterscheidet Bánh Xèo aus Zentralvietnam von der Variante aus dem Mekongdelta?
Die zentralvietnamesische Variante ist kleiner, hat einen etwas dickeren Teig und wird üblicherweise ohne Kokosmilch zubereitet. Dazu werden häufig Fischsauce mit Knoblauch und Chili oder ein kräftiger Mắm-Nêm-Dip serviert.
Bánh Xèo aus dem Mekongdelta sind dagegen deutlich größer, haben einen sehr dünnen, knusprigen Rand und erhalten durch Kokosmilch im Teig eine leicht cremige Kokosnote.
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Mit über 10 Jahren Erfahrung im Schreiben über Kulinarik, Reisen und E-Commerce glaube ich daran, dass die Kraft von Worten in ihrer Authentizität liegt. Mein Ziel bei VietNatur ist es, einen ganzheitlichen Blick auf vietnamesische Agrarprodukte zu vermitteln — von den realen Produkten selbst bis hin zu den kulinarischen Kulturgeschichten, die sich dahinter verbergen. Ich bin überzeugt, dass Transparenz über die Herkunft internationalen Kundinnen und Kunden hilft, den Produkten mehr Vertrauen und Wertschätzung entgegenzubringen.
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